Und nun noch ein Zeilen zur Uni und meinem Alltag hier…

Die Uni an der ich studiere schimpft sich
Royal Melbourne Institute of Technology…
kurz gesagt RMIT
.
Sie wurde 1887 gegründet, behauptet
eine der innovativsten Unis von Australien zu sein und hat derzeit 50.000 Studenten, wobei 7.000 international sind.
Die beliebtesten & bekanntesten Studiengänge sind
Art & Design und Business.

Mit ihren 5 Campus ist sie über die ganze Stadt verteilt…
wobei ich unheimlich Glück gehabt habe… da ich bin auf
dem Citycampus, der wie der Name schon sagt direkt in
der Innenstadt liegt!

Die Schule für Architektur & Design mit 1200 Studenten
ist in einem preisgekrönten, meiner Meinung nach
hässlich bunten Gebäude direkt neben TheCaf [RMIT City Campus Mensa] und dem Melbourne Central [Hauptbahnhof und Einkaufszentrum über 3 Straßenzüge] positioniert. Das technische Equipment von Visualisierungsprogrammen,
Plottern, Laserdruckern, Lasercuttern bis hin zu
24h-Security-Entrnce ist echt klasse… aber das mit dem
Wireless Lan haben sie noch nicht so raus!

Die meisten von euch wissen ja bestimmt, dass ich in Weimar immer einen Entwurf habe, der den größten Teil des
Semesters ausmacht und dann noch ein paar Vorlesungen
und Seminare. In Melbourne ist das ähnlich.
Man muss 48 credit points pro Semester belegen und
mein Design Project beinhaltet 24 davon.

Am Anfang des Semesters nimmt man wie in Weimar an
einem Balloting [Wahlverfahren] teil, wobei man 3 von
18 Themen aussuchen muss. Ich habe dann…
wie bis jetzt immer [Yipeah] meinen Erstwunsch bekommen… MODE2, die australische Highschool der Zukunft.
Das Grundstück liegt in den Docklands, einem Melbourner Stadtteil der sich gerade im absoluten Bauboom befindet! Neben einem riesigen Footy-Station namens TestraDome, Apartment- und Officekomplexen.
 
Bis zu meiner Midcritic am letzten Mittwoch habe ich sämtliche Zusammenhänge analysiert. Was ist eigentlich eine innovative Schule, welche Voraussetzung brauche ich dafür, welche
Rolle spielen Lehrer, High-Tech und öffentliche Institutionen
in dem Gebäudekomplex…ect. Und in den kommenden
Wochen wird dann das Design entstehen.

Sehr interessant waren auch die Exkursionen zu zwei Melbourne Gymnasien.

Die erste war die Melbourne High-School for Boys, eine Eliteschule mit einem Gebäude aus den 20er Jahren
[hat schon fast historischen Staus für Australien]. Ich, mit blondem Haar, beige-farbener Baggypan und Lederjacke
war mit zwei Asiaten… dunkel gekleidet und logischer Weise schwarzhaarig in der Schule. Die kleinen Jungs haben
ebenfalls dunkle Uniformen getragen… mit dem Finger auf
mich gezeigt; sehr bizarre Situation… kam mir vor wie im Zoo!
Und die zweite Schule war ein College in Melbourne
Footscray, der Bronx von Melbourne. Die Gegend ist sozial schwach, die Schüler mussten keine Uniformen tragen und haben versucht so cool wie Richi [mein kleiner Bruder] zu
sein! ;-) Das Gebäude ist fast neu und architektonisch richtig knifflig gemacht.

Ich werde demnächst noch eine Website mit Daten von dem meinem und anderen Projekten  machen… für die, die es interessiert gibt es dann an dieser Stelle einen link… da detaillierte Beschreibungen den Rahmen sprengen würden
und die meisten eh nur langweilt – oder!?  

Neben dem Entwurf belege ich noch ThePub, einen Web Publishing & Präsentations Kurs für Architekten. Angeblich
ist dieser für Fortgeschrittene, sie erklären dir jedoch wie
man einen Explorer bedient, was die Unterschiede
zwischen .jpg & .tiff sind und wie man eine .pdf erstellt!
Thumbs down ;-( … schafft aber Freizeit! ;-)

Und der dritte Kurs geht über 3D Studio Max. Das ist
ein Visualisierung- und Animationsprogramm, das gerne
von Architekten verwandt wird. Ich sollte erst interessante Pattern mit Photoshop entwerfen… das sind Images, die du
wie eine unendliche Tapete aneinanderreihen kannst…
ohne, dass du die Übergänge siehst. Diese werden dann
auf riesige Latexlappen gedruckt, die wiederum einen Ausstellungsraum bespannen.

Die gleichen Bilder werden nachdem erlernen der Basic
von 3D-Studio auf virtuelle Räume gemappt, damit man
realistische und virtuelle Ausstellungsflächen präsentieren
kann. Man kann dann entweder etwas fetziges Organisches
oder ein altes Projekt animieren um das erlernte
Programm anzuwenden. Mal schaun was daraus wird!

Ich werde die jeweiligen Erklärungen hier mit meiner
Uni-Präsentation-Seite verbinden… falls es irgendjemand interessiert oder jemand zuviel Freizeit hat. ;-)

 

[31.08.03]