Der Trip ging mit zwei Bussen… [wenn man diesen Dingern
in Deutschland auch den ehrenwerten Namen geben darf?] voller Austauschstudenten in die Seppelts Winery, Great Western. Dort durften wir 3 km Gewölbekeller besichtigen
und mussten eine Art Sprudelwein kosten.
Die amerikanischen Mitbürger waren begeistert von diesem Gelumpe… ist aber nichts Besonderes, denn die finden ja
alles toll was irgendwie dreht!

Dann ging es weiter über einspurige Landstrassen zu dem  Brambuk Aboriginal Centre! Auf dem Weg dorthin wurde
erst einmal sämtliche Möglichkeiten jeglicher Bekanntschaften gecheckt. Es ist schon wirklich bewundernswert wie klein die Welt ist, wie schnell man zusammenrückt und wie viele Menschen das schöne Eichsfeld und den Feldgiecker
schätzen!

In dem Centre konnte man zwar keine wirklichen
Ureinwohner betrachten… aber viel über ihre Geschichte, Lebens- Einstellungen und ihr Jagdverhalten erfahren.
Und ein Highlight war auch, dass ein ehemals wildlebender Aboriginal demonstriert hat, wie man „Ditschiridoo“ spielt. Für die, die auch so ungebildet sind, wie ich war… ein ist ein Musikinstrument der australischen Ureinwohner, das
gleichzeitig ein Therapiemittel gegen jegliche Erkältung sein soll!? Es sieht aus wie ein bemalter, hohler Bambusstamm
und man kann die urigsten Töne damit erzeugen!

Danach sind wir in unser Camp gefahren. Das müsst ihr
euch wie einen riesigen Nationalpark vorstellen auf dem
ein paar kleine Bungalows stehen. Man könnte es mit einem Highschool-Camp aus amerikanischen Schulen vergleichen… mit Trillerpfeife und so!
Lustig war auf jeden Fall, dass wir zuvor einen Handzettel
mit allen Regeln bekommen haben… darauf stand unter anderem auch, dass wir die Türen immer schließen sollen,
da die Kängurus sonst unserer Taschen klauen. Erst habe
ich gedacht, dass das ein netter Scherz ist, doch überall
sind Kängurus umhergehubst und mache waren sogar streichelzahm! Wirklich unglaublich!

Mein bester Freund in diesem Camp war burning Pittsburgh…
ein gusseiserner Ofen! Dies war das einzige Gerät auf dem Camp, das Wärme gespendet hat, denn Heizung ist nicht
nur in der Pampa Luxus!?

Den nächsten Tag ging es nach Hamilton. Nach einer
Führung in einer australischen Galerie, Lunch in einem
englisch angehauchten, botanischen Garten ging es in eine andere Kelterei. Diese hatte den ehrenvollen deutschen
amen „Hochkirch“, der Wein hat nicht gesprudelt…
und wie soll es anders sein… sogar geschmeckt! Und neben mir haben sich sogar die koreanischen Freunde Sang-Man
und Sang-Hoon eine Flasche genehmigt!

Am Abend gab es zum Dinner ein australisches BBQ, aber
mal ganz ehrlich …ich fand das auf meiner Abschiedsparty besser. Jede Nation sollte erst einmal seine Nationalhymne singen… mmhhhh… wie ging die gleich noch mal?
Die Ammis haben natürlich wieder die Show abgezogen,
mit Abstand die lustigsten waren die Koreaner und am
mutigsten war die Französin, denn sie musste allein singen!
Der Abend endete in endlosen Diskussionen mit
australischem Buschvolk…

[11.07.03 - 13.07.03]