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Da
ganz viele von euch nach den Essgewohnheiten der Aussis fragen… ein paar Zeilen dazu. So eine richtigen orginal Eichsfelder Feldgieker gibt es hier zwar nicht… deswegen hatte ich mir erst einmal einen Großen als Reserve mitgeschmuggelt,… aber ansonsten alles was das Herz begehrt! Und so ein richtig typisch australisches Gericht gibt es irgendwie auch nicht. In den Städten mixen sie alles aus den unendlich vielen Kulturen & [da sie ja erst 200 Jahre Erfahrung haben… ;-) ] und es ist meiner Meinung überwiegend Mediterranes & Asiatisches. Und auf dem Land werden die unendlichen Schafe verarbeitet, die der Hauptertrag der Farmer sind. Es gibt hier auch ganz viel Schafsmilch & -käse. Das einzig richtig typische australische Zeug, dass ich gleich in der ersten Woche in dem Grampians Camp gekostet habe, war Vegimite. Das ist eine Art Brotaufstrich der im ersten Moment wie Nutella ausschaut. Schmecken tut es jedoch wie eine verdorbene Gemüsepaste. Igitt! Ich gehe zweimal die Woche gleich um die Ecke zum Queen Victoria Market. Er ist mit 130 Jahren der älteste, mit 1000 Ständen der größte und 130.000 Besuchern der beliebteste Markt Australiens. Dort kann man von frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Antipasti, Käse, bis hin zu Bratwürsten alles bekommen. Mit den Bratwürsten ist aber so eine Sache. Sie sehen nicht annähernd so gut aus wie unsere Würste… und nur um euch zu sagen wie sie schmecken wollte ich sie nicht kosten! Und die Preise auf dem Markt sind richtig erschwinglich… obwohl ja eigentlich gerade Wintersaison ist! Für ein kg Bananen bezahlt man min. 0,70 A$ [0,42€] und max. 1,5 A$, für eine Honigmelone 1 A$ und für ein kg Schnitzelfleisch min. 6 A$ [3,60 €]. Und besonders lecker ist der frische Fisch… der neben Maiskolben zu meinen Hauptnahrungsmitteln gehört. Lachs, Krebse, Scampis, Hai… alles was das Herz begehrt. Und auch großzügige Sushi-Portionen kann man sich hier für 3 A$ an jeder Ecke zum Mittag gönnen. Ich hätte es mit diesem aber die ersten Wochen nicht so übertreiben sollen, denn meine Haut hat sich ein wenig dagegen gewährt! |
Das Einzige was man erst
einmal ein wenig testen musste war das Brot. So richtig festes Brot können die hier gar nicht herstellen. Wir haben zwar schon einmal eine Art Schwarzbrot gefunden… aber vergleichbar mit europäischem ist es nicht. Die Aussis ernähren sich ähnlich wie die Ammis von labberigem Weißbrot oder auch oft von türkischem Fladenbrot. Und was auch noch richtig lecker & gesund ist sind die Fruchtsaftläden, die man hier an jeder Ecke findet. Dort wählt man sich die frischen Früchte- und / oder Gemüsesorten sowie Eis- oder Joghurtsorten aus und sie bereiten dir dann einen ganz frischen Fruchtcocktail zu. Mein Problem am anfangs war, dass ich mir nie die gesamte Beschreibung der Mischungen durchgelesen habe… und so hatte ich einmal einen 1l Powerdrink mit derben Selleriegeschmack! Das war nicht so mein Fall. ;-( Ein anderes Getränk, was sie hier nicht so herstellen wie wir ist Kaffee. Oder besser gesagt kannst du ihn an jeder Ecke im Coffeeshop fertig zubereitet kaufen… aber im grocery store gibt es nur Instantkaffee. Hiermit auch noch mal einen herzlichen Dank an meine Mutti, die mit zwei Päckchen geschickt hat! … aber nicht, dass ihr Austauschstudenten morgen alle vor der Tür steht! ;-) Und man merkt den Nachahmungstrend zur „amerikanischen Kultur“, wenn man in einem Supermarkt einkaufen geht. Ob Joghurt, Milch, Chips, Käse oder Wurst… alles kann man 99% fatfree bekommen. Es gibt fast keinen Joghurt mehr, der richtig wie Joghurt schmeckt… man muss förmlich nach welchen mit Fett suchen! Ich hoffe, dass dieser Entwicklung nicht noch mehr in Deutschland durchschlägt… das ist meiner Meinung nach total lächerlich. Ich werde mal ein paar Photos machen um das Flair des VicMarket einzufangen… vor allem von den Markschreiern, die tagtäglich die Ware an den Mann bringen! |
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[31.08.03] |
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